Comenius - Projekt 2005-2008

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Schulprojekt

Sokrates.COMENIUS 1

2005 – 2008.

“The Time Machine.

European Citizenship in Progress”.

Koordinator:  IPSIA Ferrari, Maranello, Italien

Gymnasium Borbeck, Deutschland

Nord-Odal Ungdomsskole, Norwegen
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 Allgemeines Ziel unseres Projektes: 

Wir haben uns das gemeinsame Ziel gesetzt, bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, allen im Bereich der Pädagogik tätigen, mit der Erziehung im allgemeinen betrauten Lehrerinnen und Lehrern, Institutionen und lokalen Vereinen, die Erkenntnis und das grundsätzliche Bewusstsein zu schaffen, dass die Welt, wie wir sie heute sehen und erleben, das Ergebnis ist  von Aktivitäten und Entscheidungen von Menschen in der Vergangenheit.

Wir wollen gemeinsam lernen in einer demokratischen Welt.:

die einzigen Werkzeuge zur (Mit)Gestaltung der Zukunft  bilden unsere Rechte und Pflichten als Staatsbürger, die aktive Partizipation des Individuums an sozialen Prozessen.

Die Grundlage unseres Projektes bildet die aktive Wahrnehmung unserer Rechte und Pflichten als mündige Staatsbürger.

Im Verlauf unserer gemeinsamen, internationalen Arbeit hoffen wir zunehmend, auch unsere Schülerinnen und Schüler dazu motivieren zu können, indem sie (wir) die Entwicklungen in unseren Ländern in den letzten 50 Jahren betrachten, die heutige Situation und des Status Quo analysieren und ihre (unsere) Hoffnungen und Prognosen für die Zukunft formulieren.

Als Resultat der geographischen und kulturellen Zusammensetzung der am Projekt teilnehmenden Länder sollen die folgenden Bereiche dabei im Mittelpunkt stehen:

Ø       Architektur

Ø       Natur

Ø       Wirtschaft

Ø       Gesellschaft

Ø       Religion.

Aufgrund der Entscheidung der respektiven nationalen Behörden wurden die Partnerschulen in Irland und der Türkei nicht zu dem Schulprojekt zugelassen.

Die Projektarbeit der ersten beiden Jahre (2005-2007) konzentrierte sich, nach dem sich miteinander bekannt machen, auf die Herausarbeitung der jeweiligen nationalen und kulturellen Gegebenheiten und Eigenarten.

Umfragen an den jeweiligen Schulen, bzw. in den jeweiligen Städten, förderten Stereotypen und Vorurteile zutage, die die präsentierenden Schülerinnen und Schüler zeitweise als pauschal empfanden,   zur Überraschung aller aber von den jeweiligen nationalen Vertretern bestätigt wurden.

Die Gefahren solch einseitiger Sichtweise und Möglichkeit ihres Abbaus, wurden im Vergleich analysiert.

Die daraus für die Migration resultierenden Probleme, der Umfang, Unterschiede und die Prinzipien der jeweiligen nationalen Einwanderungspolitik wurden gegenübergestellt und erörtert. Ziel aller Recherchen war es dabei, die Entwicklung der letzten 50 Jahre nachzuzeichnen, um Prognosen erstellen zu können.

Am Ende eines Workshops, in dessen Verlauf deutlich wurde, dass die Probleme durchaus international vergleichbar sind, beschlossen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen Katalog von Regeln, die befolgt werden müssen, damit Migration und Integration überhaupt gelingen können.

Nach diesem analytischen Vorgehen war der nächste Schritt, in den Partnerländern eine  Fotoausstellung zusammenzustellen, die deutlich macht, wie das Fremdartige uns in unserem täglichen Leben in Bildern umgibt.

Im weiteren Verlauf folgte die Ausweitung auf unsere globalisierte Welt mit ihren veränderten Lebensformen, auch den damit verbundenen Gefahren, die Bedeutung eines Zusammenschlusses von europäischen Ländern zu einer Europäischen Union.

Die Schülerinnen und Schüler versuchten nationale Rollenspiele zu verfassen, um Zukunftsperspektiven zu erarbeiten – die Projektion von 50 Jahren in die Zukunft, eine logische, vielleicht auch übertriebene, Weiterentwicklung der heutigen Situation.

Es folgte die Erkenntnis, dass die Probleme generell überall die gleichen sind.

Also wurde im Rahmen der Endveranstaltung in Maranello ein gemischtes Rollenspiel aller Partnerländer versucht, in dem deutlich wird, dass alle Völker dieser Welt ähnliche Probleme haben, man also voneinander lernen und sich gegenseitig helfen kann.

Ein solches Schulprojekt hat für Schülerinnen und Schüler, aber auch die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer deutlich gemacht, dass internationale Projekte in unserer heutigen Zeit, in einer globalisierten Welt unabdingbar sind, im Hinblick auf einen authentisierten  Englischunterricht aber auch eine internationale Ausrichtung der Schülerinnen und Schüler, lernt man doch viel über interkulturelle Ähnlichkeiten aber auch Interferenzen und Unterschiede.

Nach Abschluss dieses Schulprojekts haben wir im Februar 2009, nach einem Vorbereitungstreffen mit Repräsentanten unserer neuen Partnerschulen in Italien, Finnland und der Türkei,  ein neues Schulprojekt beim PAD angemeldet, „Archaeology@roots2future“:

Koordinator: Jörg Stadler/Gymnasium Borbeck, Essen, Deutschland

Partnerschulen

Pasi Rantala/Nakkilan Lukio, Nakkila, Finnland

Patrizia Palummo/Istituto Magistrale Statale „V.Cuoco“, Italien

Asiye Kaynar/Corum Anadolu Ögretmem Lisesi, Corum,Türkei 

und hoffen alle auf eine positive Rückmeldung im August 2009.