Bildergalerie und Bericht zum Comenius-Projekt im Mai 2014 - Corum/Türkei

flag-kl

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser;
die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.


Bericht von Jurek Macher

Comenius Treffen in Corum, Türkei im Mai 2014

Fatih Özdemir, Savitha Kugan, Nadine Fuhrmann und Jurek Macher aus der Jahrgangsstufe 9 hatten das große Glück, eine Woche in Çorum in der Türkei verbringen zu dürfen.


Dort fand das dritte Treffen im Rahmen des Comenius Projekts „Young rebels or young citizens – the choice is yours’ statt, an dem - unter der Federführung des Gymnasiums Borbeck – insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler aus Finnland, Frankreich, Polen, Italien und eben der Türkei mitarbeiten. Im Mittelpunkt des Treffens in Çorum stand das Thema „Generation Gap“ und so führten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren europäischen Austauschpartnern Interviews durch, um herauszufinden, wie sich Erziehung im Laufe der Jahre verändert hat und welche Konflikte es zwischen Jugendlichen und ihren Eltern gab und heute noch gibt.

Dazu stellen sie den Eltern ihrer Austauschpartner Fragen wie „Werden Jungen und Mädchen heute anders erzogen als früher?“ oder „Mit welchen Konsequenzen mussten Sie rechnen, wenn Sie sich nicht an Regeln hielten?“ oder „Wie oft und was unternehmen Sie heute gemeinsam mit Ihren Kindern?“ Die Verständigung lief dabei in englischer Sprache. Für die 4 Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges war dies endlich einmal eine willkommene Möglichkeit, Englisch außerhalb des regulären Unterrichts zu sprechen.

Neben dem gemeinsamen Arbeiten boten sich zahlreiche Gelegenheiten, Land und Leute kennen zu lernen: ein Ausflug nach Hattusa, Hauptstadt der Hethiter und damit Weltkulturerbe der UNESCO in der Region Çorum, sowie eine Fahrt in die Stadt Amasya ließen die Schüler mit all ihren Sinnen eintauchen in eine reiche und überaus spannende Kultur. Dies geschah auch bei dem gemeinsamen Tanzkurs in traditionellen türkischen Kostümen und nach traditionellen türkischen Rhythmen.

Alle 4 waren ausnahmslos beeindruckt von der außergewöhnlichen türkischen Gastfreundschaft, der Großzügigkeit und der Herzlichkeit, mit der sie in den Familien willkommen geheißen wurden. Sie alle freuen sich schon jetzt darauf, im Februar 2015 die internationalen Partner am Gymbo begrüßen zu dürfen.

3542
Die gesamte Gruppe der Comeniusschüler in Amasya
photo1

Die 4 deutschen Schüler mit ihren beiden Lehrerinnen,
die sie auf ihrer Fahrt nach Corum begleitet haben.

hattus

Die 4 Gymboschüler in Hattusa, den Ruinen einer der größten antiken Stadtanlagen der Welt aus dem 2 Jh. vor Chr.
comgarden

Die deutschen Schüler beraten, wo "Seppel",
der deutsche Beitrag, plaziert werden soll

comgarden2

Die französische Gruppe bei der Anlage 
des Comenius Gartens

1449
Fatih Özdemir in einem traditionellen türkischen Kostüm
zusammen mit seinen Mitschülerinnen Nadine Fuhrmann und Savitha Kugan
sowie Frau Yilmaz und Frau Ackermann
fatih
Zertifikatsübergabe
savitha
Zertifikatsübergabe
zertiuebergabe
Zertifikatsübergabe durch den
Schulleiter der türkischen Schule
yilmaz
Zertifikatsübergabe mit Frau Yilmaz und
den türkischen Kolleginnen aus Corum


So schreibt die Dost Haber aus Corum über das Comenius-Projekt:
zeitung1
zeitung2



Bericht von Jurek Macher:

A day in the life of a Turkish student

In the morning each Turkish student is woken up by the loud and annoying sound of an alarm clock. This is not really different from what happens to German students.

But then in the kitchen, we can see a huge difference. Between two toasts, a Turkish person often eats a sausage beside the “normal” breakfast and, of course, Turkish tea or some Turkish coffee is required. After breakfast Turkish students start their way to school, e.g. by car, by bus or they simply walk.

In the school there are further differences. E.g. you can see some Turkish flags on the walls. The different classes or forms have their own classroom; teachers go there and give their lessons.

At first sight, the classrooms of the Atatürk-School in Çorum are not really comfortable, because there is not much space and because of cold stone walls, but behind the whiteboards, which teachers usually use to write on, big displays with modern computers are hidden. Thus students can be taught in a really, really modern way.

For Art or languages, students at Atatürk-School leave their classrooms. Art is taught in a separate art room and languages are taught in the library.

During the break students are allowed to leave the school premises to eat something.

My exchange partner for example visits his mum at her workplace – a perfume shop - every day. There he can eat and drink a glass of Turkish tea.

After school students go home, meet friends or do some free time activities, e. g. they do sports or play an instrument. It’s not uncommon for many of them to meet friends in the evening and to go to a café, where they drink a cup of tea, have a chat or listen to live music.

On Friday, religious people go and pray at the mosque, but it’s not unusual, that people don’t go to the mosque or are even atheists.

All in all, lots of Turkish students are not really different to German students. They don’t love it to go to school, they meet after school, they play computer games and very often they are not as religious as German people might think. 




Unser Comenius-Schulprojekt wird von der EU gefördert. Wir haben das Ziel, gemeinsam herauszufinden, inwiefern sich Länder und Kulturen in Europa unterscheiden. Wir wollen unsere Englischkenntnisse erweitern, indem wir uns mit unseren Partnern in Englisch verständigen.

Ein Comenius – Schulprojekt ist eine Förderung  begabter Schüler, welche neue Kulturen erfahren und kennenlernen. Dabei werden die verschiedenen Partner-Länder bereist, und die Schüler leben inAustauschfamilien, wo sie während einer Woche Land und Leute sowie deren Alltag kennenlernen. Gleichzeitig arbeiten sie mit ihren Partnern an einem internationalen Thema, in unserem Fall ist es „ein Vergleich der Jugendkultur in unseren Partnerländern, in der Gegenwart und auch in der Vergangenheit“.

Nach dem ersten Treffen in Thionville, Frankreich, im Herbst 2013 folgte im Februar 2014 eine Woche in Isernia, Italien. Neben einem jeden Tag wechselnden Programm, z.B. einem Rundgang durch Isernia, dem Besuch von "La Caserta", einem Schloss, welches eine Residenz der Bourbonen war und auch einer Führung durch eine Ausgrabungsstätte aus der Urzeit der Region, wurde in internationalen Gruppen gearbeitet. Wir erwarben ein paar Grundkenntnisse in der italienischen Sprache, arrangierten eine Ausstellung zum Leben in 80er Jahren, die Jugendzeit der Elterngeneration, und analysierten die Parallelen und Unterschiede zwischen Polen, der Türkei, Italien, Frankreich, Finnland und Deutschland.


The Comenius-school project is financed by the EU. The participating students want to learn about the differences between the countries and cultures in Europe. At the same time they want to improve their English by communicating with each other in English. The programme motivates gifted students to discover new cultures. That is why they visit their partner countries and stay in host families. Apart from that they work together on an international topic, in our case “a comparison of the youth culture at present and in the past”.

After the first meeting in Thionville, France last autumn, the students went to Isernia, Italy. Apart from a daily changing programme, e.g. the walk around in the old centre of Isernia, a visit of a castle called "La Caserta" built by the Bourbons, we also had guided tour of a prehistoric site, we also worked in international groups. The Italian students taught us some basics of the Italian language, we compiled an exhibition about the eighties, the time of youth of our parents, and we also got to know the differences between Poland, Turkey, Italy, France, Finland and Germany.